Das Beste, was ein Mensch tun kann, ist: essen und trinken und die Früchte seiner Arbeit genießen. Das kann nur Gott schenken

 

Das steht so im Alten Testament – im Buch Kohelet, was auch
Prediger genannt wird (2,24). Dieser sogenannte Prediger hat ganz genau beobachtet, was das Leben
ausmacht und er hat daraus seine Schlüsse gezogen. Er sagt, dass es eine Gabe Gottes sei, wenn ein
Mensch bei all der Mühsal des alltäglichen Lebens doch das Gute sehen kann und gerade auch für die
kleinen, unscheinbaren Dinge dankbar sein kann. Wer will das nicht?! Dankbar sein. Das Gute sehen.
Den Augenblick genießen. An guten Tagen sollte das nicht schwer fallen. Wir freuen uns auf die
Sommerferien. Erholung. Sonne, Strand und Meer. Endlich mal die Seele baumeln lassen. Nichts tun.
Die Sorgen zuhause lassen. Das Leben genießen.
Doch das Verrückte ist: Selbst wenn alles schön ist, heißt das noch lange nicht, dass man sich jeden Tag
neu am Leben erfreuen kann. Das zumindest ist die Erfahrung, die der Prediger in der Bibel beschreibt
(vgl. 2,1.5-11). Eigentlich könnte der gute Mann das Leben in vollen Zügen genießen. Er hat alles, was
man sich wünschen kann. Und trotzdem kommt er zu dem Schluss: „Es ist unsinnig zu lachen. Was für
einen Nutzen hat es sich zu freuen?“ Dem Prediger macht es zu schaffen, dass man gerade die schönen
Momente nicht festhalten kann. Wörtlich ist hier von einem „Haschen nach Wind“ die Rede! Da freut
man sich auf den Urlaub und dann ist er schon wieder vorbei! Man möchte den Augenblick eines
wunderschönen Sonnenuntergangs festhalten. Doch das gelingt nicht. Man macht tausend Fotos und
verschickt sie an alle Freunde. Doch im nächsten Moment holen einen die Probleme wieder ein. Was
bleibt? Ein Hauch! Ein Windhauch! Ein Haschen nach Wind!
Realistisch gesehen, wird sich nichts an der Tatsache ändern, dass unser Leben vergänglich ist. Das hat
der Prediger schon richtig beobachtet. Da gibt es nichts zu beschönigen. Das aber kann nicht alles sein!
Das ganze Leben ein Haschen nach Wind, ein Haschen nach glücklichen Momenten? Das kann ich nicht
glauben! Selbst, wenn wir auf der Sonnenseite des Lebens stehen, kann das dem Leben nicht den Sinn
geben, den wir zum Leben brauchen. Es geht um mehr. Es gibt Momente, die uns erahnen lassen, dass
es zwischen Himmel und Erde noch mehr gibt. Ich meine heilige Momente. Momente mit
Ewigkeitscharakter. Das sind die Momente, wenn man Zeit und Raum vergisst. Zeit mit Gott. Zeit, um
Gottes heilige Gegenwart, seine unendliche Liebe, wahrzunehmen. Das ist ein Hauch von Ewigkeit. Im
Blick auf die Sommerzeit wünsche ich allen solche heiligen Momente – die man nicht festhalten kann,
die aber unendlich wertvoll sind und das Leben lebenswert machen.

Willkommen zu unseren Gottesdiensten

So 11.06. 10.00 Gottesdienst   

Kindergottesdienst   
Predigt/Gestaltung: BU-Team



So 18.06. 10.00 Gottesdienst

Kindergottesdienst   
Predigt: Eberhard Freitag



So 25.06. 10.00 Gottesdienst    

Predigt: Roland Bunde



So 02.07. 10.00 Gottesdienst    

Predigt: Roland Reichert



So 16.07. 10.00 Gottesdienst  

Predigt: Sebastian Nowottka



So 23.07. 10.00 Gottesdienst    

Predigt: Roland Bunde



So 30.07. 10.00 Israel-Gottesdienst

Kinderferienprogramm   
Predigt: Johann Kelsch (Hannover)